Die kurze Antwort
Eine professionell gebaute Unternehmenswebsite kostet in Deutschland bei kleinen Agenturen und erfahrenen Freelancern meist zwischen 2.500 € und 8.000 €. Bei uns liegen die meisten Projekte zwischen 2.500 € und 5.000 €. Eine Landingpage ist günstiger, ein Online-Shop oder eine Webanwendung teurer. Große Agenturen in München oder Hamburg rufen für vergleichbare Projekte oft das Doppelte bis Dreifache auf, vor allem wegen Overhead, nicht wegen besserer Ergebnisse.
Wichtiger als die Zahl ist, was dahintersteckt. Zwei Angebote über 4.000 € können völlig unterschiedliche Leistungen enthalten: einmal ein angepasstes Template mit Stockfotos, einmal ein individuelles Konzept mit Keyword-Recherche, Textentwicklung und sauberem Code. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Faktoren.
Was den Preis wirklich bestimmt
- Umfang: Wie viele Seiten, wie viele Inhaltstypen, wie viele Sonderlayouts? Fünf Seiten sind etwas anderes als dreißig.
- Inhalte: Hast du Texte und Fotos, oder müssen sie entstehen? Textentwicklung und Fotoshooting sind echte Arbeit und machen oft 20 bis 30 Prozent des Budgets aus.
- Funktionen: Kontaktformular ja, aber auch Buchung, Terminvergabe, Shop, Mitgliederbereich, Schnittstellen zu CRM oder Maklersoftware? Jede Integration kostet Entwicklung und Tests.
- Pflegbarkeit: Willst du Inhalte selbst ändern? Dann braucht es ein CMS, das sauber eingerichtet und erklärt wird.
- Design-Tiefe: Ein ruhiges, klares Design ist schneller umgesetzt als eines mit Animationen, Illustrationen und individuellen Komponenten pro Seite.
- Strategie und SEO: Keyword-Recherche, Seitenstruktur nach Suchintention und technisches SEO gehören bei guten Agenturen dazu. Bei billigen nicht, und genau das merkt man später an fehlenden Anfragen.
Preisspannen nach Website-Typ
Landingpage oder One-Pager: 1.000 bis 2.500 €
Eine einzelne Seite mit klarem Ziel, etwa als Zielseite für Google Ads oder für ein einzelnes Angebot. Wenig Umfang, aber viel Konzentration auf Botschaft, Conversion und Tracking. Günstige Angebote unter 1.000 € sparen meist genau an diesen Punkten.
Unternehmenswebsite: 2.500 bis 8.000 €
Der Normalfall für Handwerksbetriebe, Praxen, Kanzleien, Hotels und Dienstleister: Startseite, Leistungen, Über uns, Referenzen, Kontakt, dazu oft ein CMS. Bei uns liegen diese Projekte meist zwischen 2.500 € und 5.000 €. Mehr Seiten, Mehrsprachigkeit oder komplexe Integrationen schieben den Preis nach oben.
Online-Shop: 4.000 bis 15.000 €
Shops kosten mehr, weil Produktverwaltung, Zahlung, Versand, Rechtstexte und Conversion-Optimierung dazukommen. Ein Shopify-Shop mit 50 Produkten ist deutlich günstiger als ein WooCommerce-Shop mit Warenwirtschaftsanbindung und individuellen Produktkonfiguratoren.
Webanwendung oder Portal: ab 10.000 €
Alles mit Logins, Datenbanken, Nutzerrollen und eigener Logik, zum Beispiel Kundenportale, Buchungsplattformen oder interne Tools. Hier wird nach Aufwand kalkuliert, meist in Phasen. Ein ehrliches Angebot nennt eine Spanne und erklärt, wovon sie abhängt.
Website Relaunch: 3.000 bis 8.000 €
Ein Relaunch ist oft aufwendiger als ein Neubau, weil bestehende Inhalte migriert, alte URLs weitergeleitet und Rankings geschützt werden müssen. Wer das weglässt, verliert nach dem Launch Sichtbarkeit. Bei uns starten Relaunches ab etwa 3.000 €.
Baukasten, Freelancer oder Agentur?
Baukästen wie Wix, Jimdo oder Squarespace kosten 15 bis 40 € im Monat und sind für den allerersten Start in Ordnung. Ihre Grenzen: eingeschränktes Design, mittelmäßige Ladezeiten, begrenzte SEO-Möglichkeiten, und die Website gehört nie wirklich dir. Wer wächst, baut früher oder später neu.
Freelancer sind oft günstiger als Agenturen und bei einfachen Projekten eine gute Wahl. Achte darauf, ob Design, Entwicklung, SEO und Texte wirklich aus einer Hand kommen oder ob du am Ende drei Personen koordinierst.
Kleine Agenturen wie wir verbinden beide Welten: ein festes Team mit Design- und Entwicklungskompetenz, ohne den Overhead großer Häuser. Große Agenturen lohnen sich bei Konzernprojekten mit vielen Stakeholdern, selten bei Websites für regionale Unternehmen.
Die laufenden Kosten nicht vergessen
- Domain: 10 bis 30 € im Jahr.
- Hosting: 5 bis 50 € im Monat, je nach System und Anspruch. Gutes Hosting ist entscheidend für Ladezeit und damit für Rankings.
- Wartung: 50 bis 150 € im Monat für Updates, Backups, Sicherheit und kleine Änderungen. Bei WordPress unverzichtbar, bei statischen Websites geringer.
- Lizenzen: Premium-Plugins, Buchungssysteme oder Shop-Plattformen haben eigene Gebühren, die im Angebot stehen sollten.
Woran du ein faires Angebot erkennst
- Es listet konkrete Leistungen auf, nicht nur „Website erstellen“.
- Es nennt, was nicht enthalten ist, etwa Texte, Fotos oder Rechtstexte.
- Es sagt klar, wem Code, Design und Zugänge nach dem Projekt gehören: dir.
- Es enthält technisches SEO und mobile Optimierung als Standard, nicht als Zusatzmodul.
- Es nennt einen Festpreis oder eine Spanne mit klaren Bedingungen, keine offene Stundenabrechnung.
- Es erklärt, was nach dem Launch passiert: Einweisung, Support, Wartung.
Fazit
Eine gute Website ist kein Kostenfaktor, sondern das günstigste Vertriebsinstrument, das du hast, vorausgesetzt, sie bringt Anfragen. Rechne nicht nur den Preis, sondern was eine einzige zusätzliche Anfrage pro Monat über drei Jahre wert ist. Dann wird aus „Was kostet eine Website?“ die bessere Frage: „Was bringt sie?“